{"id":51,"date":"2017-03-13T20:45:27","date_gmt":"2017-03-13T19:45:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.soliconcuba-heidelberg.de\/?page_id=51"},"modified":"2025-10-09T17:05:40","modified_gmt":"2025-10-09T16:05:40","slug":"fahrradfabrik-in-santa-clara","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.soliconcuba-heidelberg.de\/?page_id=51","title":{"rendered":"Fahrradfabrik in Santa Clara"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"western\" align=\"CENTER\">&#8222;Minerva Ciclos&#8220;<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Wie bekannt hat Cuba durch die Blockadepolitik der USA und ihrer Verb\u00fcndeten sowie durch den Wegfall seiner Handelspartner in der Sowjetunion und in Osteuropa massive \u00f6konomische Probleme, die sich auch auf das Transportwesen auswirken. Der Mangel an Bussen, Benzin und Ersatzteilen hat zu einem R\u00fcckgang des \u00f6ffentlichen Busverkehrs gef\u00fcrt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nIn dieser Situation sind viele CubanerInnen, vor allem f\u00fcr ihren Weg zur Arbeit und zur\u00fcck, auf das Fahrrad umgestiegen, das sowohl aus \u00f6kologischen als auch aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden als eine sinnvolle Alternative der Fortbewegung erscheint.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Deshalb unterst\u00fctzen wir den Einsatz von Fahrr\u00e4dern in Cuba finanziell, indem wir hier gebrauchte R\u00e4der sammeln, die wir &#8211; repariert und mit Ersatzteilen versehen &#8211; zu einem g\u00fcnstigen Preis verkaufen. Der Erl\u00f6s geht an das ICAP (Cubanisches Institut f\u00fcr V\u00f6lkerfreundschaft) in Cuba, das damit Fahrr\u00e4der der Fahrradfabrik Minerva kauft. Diese Fahrr\u00e4der werden dann an \u00f6rtliche Institutionen verteilt, die sie am dringendsten ben\u00f6tigen (Krankenh\u00e4user, Fabriken, Plantagen &#8230;). Die betreffende Institution oder Fabrik stellt die R\u00e4der dann ihren Angestellten und ArbeiterInnen zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Die Fabrica Ciclos Minerva ist die gr\u00f6\u00dfte Fahrradfabrik Cubas mit einer j\u00e4hrlichen H\u00f6chstkapazit\u00e4t von ca. 150.000 St\u00fcck, die am 30.12.1995 in Betrieb genommen wurde. Sie liegt etwa 5km au\u00dferhalb der Stadt Santa Clara (Provinz Villa Clara).<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">In der Anfangszeit wurden dort sieben verschiedene Teile des Fahrrades produziert: Rahmen, Gabel, Lenker, Sattelstange, Schutzblech, Lichttr\u00e4ger f\u00fcr das Vorderlicht und R\u00e4der. Zur Zeit werden au\u00dferdem noch Gep\u00e4cktr\u00e4ger, St\u00e4nder, Kettenschutz und S\u00e4ttel hergestellt. Die \u00fcbrigen Teile, die zur Montage n\u00f6tig sind, werden aus China importiert.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nDas Patent des Minerva Rades ist chinesisch. Cicl\u00e9x, die nationale cubanische Organisation f\u00fcr die Herstellung und den Vertrieb von Fahrr\u00e4dern, hat einen umfangreichen Vertrag mit dem chinesischen Ministerium der Leichtindustrie in Schanghai abgeschlossen. Dieser Vertrag schlie\u00dft einen chinesischen Blankokredit zur Unterst\u00fctzung der Fahrradproduktion in Cuba ein. Cuba hat 20 Jahre Zeit, um diesen Kredit zur\u00fcckzuzahlen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Bei Minerva Ciclos in Santa Clara sind zur Zeit 636 Personen besch\u00e4ftigt, davon 179 Frauen (Stand April 2001). Das Durchschnittsalter der ArbeiterInnen betr\u00e4gt 28, das der F\u00fchrungskr\u00e4fte 34 Jahre. Es handelt sich also um eine junge Belegschaft.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Zur Zeit werden dort f\u00fcnf verschiedene Radtypen produziert: 12\u00b4\u00b4-R\u00e4der, 16\u00b4\u00b4-R\u00e4der und 20\u00b4\u00b4-R\u00e4der, jeweils ohne Gangschaltung, 26\u00b4\u00b4-R\u00e4der und 28\u00b4\u00b4-R\u00e4der sowohl mit als auch ohne Schaltung. Die Fahrr\u00e4der mit Gangschaltung werden nur gegen Devisen abgegeben, da die Fabrik Dollars zum Einkauf von Rohstoffen f\u00fcr die Produktion ben\u00f6tigt. Ein Fahrrad kostet, je nach Ausstattung, 50 bis 70 Dollar. Die 26er und 28er-R\u00e4der ohne G\u00e4nge werden gegen cubanische Pesos verkauft, und zwar f\u00fcr 220 Pesos pro St\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Die Produktionskapazit\u00e4t der Fabrik ist zur Zeit nicht voll ausgelastet. Produziert werden im Moment anstelle der m\u00f6glichen 12000 nur 6400 R\u00e4der im Monat. Um den Absatz zu steigern, hofft man, in Zukunft die R\u00e4der auch exportieren zu k\u00f6nnen. Ein Anfang wurde bereits durch die Ausfuhr einer kleinen Menge an R\u00e4dern nach Jamaika gemacht. Da die Kaufkraft der cubanischen Bev\u00f6lkerung nicht hoch ist, sind auch die M\u00f6glichkeiten des Binnenmarktes noch lange nicht ausgesch\u00f6pft.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Wir haben deshalb beschlossen, die Fahrradproduktion in Cuba mit folgenden Zielen finanziell zu unterst\u00fctzen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>(1) Leistung eines Beitrags zur L\u00f6sung der Verkehrsprobleme in Cuba<br \/>\n(2) Sicherung der Arbeitspl\u00e4tze der CubanerInnen<br \/>\n(3) Steigerung der Produktion in der Fahrradfabrik Minerva<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Minerva Ciclos&#8220; Wie bekannt hat Cuba durch die Blockadepolitik der USA und ihrer Verb\u00fcndeten sowie durch den Wegfall seiner Handelspartner in der Sowjetunion und in Osteuropa massive \u00f6konomische Probleme, die sich auch auf das Transportwesen auswirken. 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